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maeinchor:technik:vokalausgleich

**Dies ist eine alte Version des Dokuments!**

Vokalausgleich - Gemeinsame Farben für einen runden Chorklang

Unter Vokalausgleich verstehen wir die bewusste Formung der Vokale, damit sie im Chorregister homogen klingen. Wenn 20 Leute ein „A“ singen, aber jeder seinen Mund anders öffnet, entsteht kein sauberer Klang. Wir gleichen die Vokale einander an.


1. Die zwei Pole: Hell und Dunkel

Vokale haben natürliche Klangfarben:

  • Helle Vokale (i, e): Klingen oft flach oder scharf, wenn man sie zu breit singt („Breitmaulfrösche“).
  • Dunkle Vokale (o, u): Klingen oft dumpf oder „verschluckt“, wenn der Mundraum zu eng bleibt.
  • Das Ziel: Wir bringen die hellen Vokale etwas mehr in Richtung „Dunkel“ (Rundung) und die dunklen Vokale etwas mehr in Richtung „Hell“ (Fokus/Brillanz).

2. Praktische Umsetzung: Der „Vokal-Mix“

Vom „i“ zum „ü“ (Das helle i entschärfen)

Ein reines „i“ kann im Chor sehr schneidend wirken. * Lösung: Denke beim „i“ an ein leichtes „ü“. Die Lippen runden sich minimal, der innere Raum im Rachen bleibt weit. Der Klang wird edler.

Das „A“ mit „O“-Farbe

Ein flaches, offenes „A“ klingt oft nach „Quäken“. * Lösung: Denke beim „A“ an ein „O“. Öffne den Mund vertikal (nach unten), nicht horizontal (zu den Seiten). Das gibt dem „A“ Wärme und Fundament.


3. Die „Vokal-Pyramide“ (Innerer Raum)

Egal welchen Vokal wir singen, der Raum im hinteren Rachen sollte immer ähnlich weit sein:

  1. Gaumensegel heben: Stell dir den Beginn eines Gähnens vor.
  2. Zungenwurzel flach: Die Zunge sollte entspannt liegen und den Weg für den Schall nicht blockieren.
  3. Lippenform: Die Lippen geben dem Vokal nur den letzten „Schliff“. Die eigentliche Farbe entsteht im Rachen.

4. Profi-Tipp für die Probe

  • Vokal-Verschmelzung: Probiere in der Probe, einen Vokal fließend in den nächsten übergehen zu lassen (u – o – a – e – i), ohne dass sich die Grundresonanz in deinem Gesicht verändert.
  • Blickkontakt: Schau dir die Mundstellung deiner Mitsänger an. Wenn alle die gleiche „Vokal-Form“ (z.B. ein vertikal geöffnetes A) nutzen, rastet der Chorklang sofort ein.

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maeinchor/technik/vokalausgleich.1774650312.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)

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