Stimmregister sind verschiedene Arten, wie unsere Stimmlippen schwingen. Man kann sie sich wie die Gänge bei einem Auto vorstellen: Jeder Gang hat seinen optimalen Einsatzbereich. Das Ziel im Chor ist ein fließender Übergang zwischen diesen Registern.
Das Register unserer Sprechstimme. Die Stimmlippen schwingen mit ihrer vollen Masse. * Klang: Kräftig, kernig, direkt und resonant. * Gefühl: Du spürst deutliche Vibrationen in deinem Brustkorb. * Einsatz: Meistens in der tieferen und mittleren Lage.
Hier schwingen primär nur die Ränder der Stimmlippen. * Klang: Hell, leicht, flötend und obertonreich. * Gefühl: Die Resonanz wandert „nach oben“ in den Kopfbereich (hinter die Augen/Stirn). * Einsatz: In der hohen Lage. Für Soprane und Tenöre unverzichtbar.
Eine Sonderform der Kopfstimme (oft bei Männern), bei der die Stimmlippen nicht ganz schließen. * Klang: Hauchig, ätherisch, weniger kraftvoll als die reine Kopfstimme.
Der Moment, in dem die Stimme von der Brust- in die Kopfstimme wechselt, wird oft als unangenehmer „Kiekser“ oder Bruch wahrgenommen. * Das Passaggio: Der Übergangsbereich. Hier müssen wir lernen, die Register zu mischen (Mix). * Die Lösung: Nicht mit der schweren Bruststimme zu hoch „drücken“, sondern frühzeitig Kopfresonanz dazunehmen.