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Fehler & Korrekturkultur

Gemeinsam wachsen, statt einzeln zu zweifeln

Ein Chor ist ein lebendiger Organismus. Damit wir bei einem Auftritt sicher und frei strahlen können, müssen wir in der Probe den Mut haben, unvollkommen zu sein. Eine positive Fehlerkultur ist der schnellste Weg zu einem professionellen Klang.


1. Fehler sind „Informationsquellen“

In der Probenphase ist ein falscher Ton kein Versagen, sondern ein wichtiger Hinweis für den Chorleiter und die Gruppe.


2. Korrekturen sind niemals persönlich

Wenn der Chorleiter sagt: „Tenor, ihr seid zu tief“ oder „Sopran, das war unsauber“, meint er nicht die Menschen, sondern die akustische Welle, die im Raum ankommt.


3. Die „Nicht-Reagieren“-Regel

Wenn jemand in deiner Stimmgruppe einen Fehler macht:


4. „Ich hab’s begriffen“ vs. „Ich kann es“

Ein häufiger Fehler in der Probenkultur ist zu denken: „Ich weiß jetzt, wie es geht, also brauche ich die Wiederholung nicht.“


5. Drei Schritte nach einem Fehler

  1. Nicht erschrecken: Kurz lächeln, den Fehler innerlich „abhaken“.
  2. Markieren: Sofort den Bleistift nehmen und die Stelle in den Noten kennzeichnen (Noten als Lernwerkzeug).
  3. Zuhören: Achte beim nächsten Durchgang besonders auf den Anker (Klavier oder andere Stimme), der dir hilft, es richtig zu machen.

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